Wein-Guide für die Hundstage (1/2)

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„Egal ob im Restaurant, bei Ihnen zuhause oder im Urlaub: Während der Sommermonate gilt der Weinauswahl besonderes Augenmerk. Denn nichts ist ärgerlicher an den Hundstagen, als falsch temperierter oder schlichtweg unpassender Wein. Die Empfehlung des Sommerliers sollte immer zur heißen Jahreszeit passen und aufgrund ihrer Typologie, Herkunft, Struktur und Ausbau besonders geeignet für warme Tage sein. Wir fassen die wichtigsten Tipps für Sie zusammen, ganz gleich ob Sie Urlaub auf Elba oder Balkonien machen.“

Was ist Sommerwein?
Perfekt für die Hundstage sind im allgemeinen Weißweine und Rosé sowie Schaumweine und gelegentlich auch leichte Rote des jüngsten Jahrgangs, die am Ende des Frührjahrs in den Handel kommen. Trockene oder liebliche, stille oder prickelnde Weine, die bereits wenige Monate nach der Erzeugung einen ausgeglichenen Geschmack mit intensivem, wohlriechendem und angenehmen Bouquet floraler und fruchtbetonter Düfte besitzen, sind geeignet. Abzuraten ist von Weinen die grundsätzlich für eine lange Lagerzeit auf der Flasche vorgesehen sind oder erst umständlich belüftet werden müssen. Auch eine relativ niedrige Serviertemperatur verändert die organloeptischen Eigenschaften dieser Produkte nicht.
Solche Weine zu finden ist nicht schwierig: Fachhandel, Versand und Erzeuger kümmern sich gleichermaßen um die Lieferung an Endverbraucher, Restaurants und Hotels. Sei es in den heimischen Gefilden oder aber entlang der ligurischen Rivera oder Adria, an der Costa Smeralda oder den verschiedenen Tourismusgebieten in den Bergen. Weitaus wichtiger sind einige Kriterien die Sie bei der Weinauswahl beachten sollten, dabei ist es egal ob Sie aus Ihren eigenen Beständen auswählen oder die Weinkarte eines Restaurants konsultieren.

Italienischer Wein ganz vorn
In keinem anderen Weinanbauland der Welt, gibt es eine derart große Auswahl an Weinen, die aufgrund ihrer Typoligie und Varietät zu zur heißen Jahreszeit passen. Nichts Neues, doch nach einer aufmerksamen Prüfung italienischer gegenüber internationalen Erzeugnissen, hat sich eine ganz ähnliche Situation ergeben wie vor einigen Jahren, als die „mediterrane“ im Vergleich zur „importierten“ Küche wiederentdeckt wurde. Natürlich sind solche Weine nicht alterungsfähig, sondern sollten noch im Laufe ihres Produktionsjahres getrunken werden. Sie gefallen aufgrund ihrer Eigenschaften: Sie sind frisch und duftend, einzigartig und unnachahmbar.


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Wein aus dem Vorjahr
Für eine umsichtige und auf unsere Bedürfnisse abgestimmte Wahl in Bezug auf die „Außentemperatur“, auf andere Ess- und Geschmacksgewohnheiten, sollte ein Experte befragt werden. In der Tat sind neben der großen Auswahl an Jahrgangsweinen ebensoviele Weine des Vorjahres mit einer langsameren, doch vollständigeren Entwicklung nicht zu vernachlässigen, da diese ebenfalls zu Gerichten der warmen Jahreszeit passen. Diese Weine sind strukturreicher, ausgeglichener und nachhaltiger im Geschmack, besitzen ein facettenreicheres Bouquet mit Anklängen von reifen Früchten, Blumen, Kräutern und mitunter Gewürzen. Für ihren vollen Genuss sollten Sie gekühlt, aber nicht kalt serviert werden, um das Geschmacks- und Geruchsgleichgewicht nicht zu beeinflussen.

Perl- und Schaumweine
Auch die nach der klassischen Methode, der langsamen Flaschengärung versekteten Spumanti sind sommertauglich. Die noch weit verbreitete Annahme, diese Weine seien  nur besonderen Anlässen vorbehalten, muss verworfen werden. Kein anderer Wein kann ein solches Erzeugnis aufgrund seiner frischen Geschmacks- und Duftnoten übertreffen, auch wenn die Konsumenten manchmal noch den wahren Wert verkennen. Spumante ist aus verschiedenen Gründen ein „komplettes“ Getränk, vor allem in den warmen Monaten. Kalt serviert, wird die Perlage-Bildung maximal begünstigt, doch auch der frische, leicht säuerliche Geschmack unterstrichen, was den Spumante zum Durstlöscher macht. Nicht zu vergessen ist die Vielseitigkeit des Schaumweines, der zu unzähligen Sommergerichten passt.