Literwein

on

1,0-Liter Flaschen sind etwas Gutes und die darin abgefüllten Weine garantiert besser als ihr Ruf. Vor allem renommierte Südtiroler Kellereien füllen eigens eine Linie in Literflaschen, in der Hauptsache für den einheimischen Markt. Diese sogenannte „Südtiroler Füllung“ gibt es im Ausland nur selten zu kaufen – denn nur wenige Händler machen sich die Mühe diese „unaufgeregten“ Produkte zu importieren. Schade eigentlich, so bleibt die wahre Qualität der Südtiroler Literweine hierzulande nahezu unbekannt.

Der Wein für jeden Tag
Weine in Literflaschen sind ökonomisch: Vor allem Südtirol bringt eine gewisse Vielfalt an trinkigen Schoppenweinen in der Literflasche hervor, bei denen sich die Qualität nicht hinter dem kleinen Preis verstecken muss. Was früher oft als Schankwein offen verkauft wurde, gibt es heute in der praktischen 1,0-Liter Flasche: Der ideale Wein für jede Gelegenheit und jeden Tag. Dabei achten die bekannten Kellereien sowohl auf die Qualität des Inhalts. Südtiroler Spitzenbetriebe wie Schreckbichl, die Kellerei Bozen, die Klosterkellerei Muri-Gries sowie die Meraner Weinkellerei produzieren jeweils ihre eigene Literware. Die Weissburgunder und roten Vernasch Weine in der Literflasche werden in der Hauptsache für den einheimischen Markt hergestellt, unter anderem für die Gastronomie. Die Qualität leidet jedoch nicht unter der 1,0-Liter Flasche, kein Wunder: Denn Südtirol hat seinen eigenen Absatzmarkt direkt vor der Haustüre. Es wäre kein weiser Schachzug sich die eigenen Landsleute durch mindere Weinqualität zu vergraulen. Im Gegenteil: Manchen Kellereien ist die Literflasche wegen ihrer hohen Qualität ein Dorn im Auge. Denn die kleineren 0,75-Liter-Flaschen rechnen sich für die Unternehmen einfach besser – bei den 1,0-Literflaschen legt die Kellerei im wahrsten Sinne des Wortes die letzten 0,25-Liter obendrauf.

teaser_region_suedtirol Literwein bei www.gerardo.de

Schoppenwein
Der Begriff „Schoppen“ ist ursprünglich arabischen Ursprungs und bedeutet soviel wie „Handschlag“. Dies bezieht sich auf den uralten Brauch, einen Vertrag mit Handschlag und einem gemeinsamen Trunk abzuschließen. Nach einer anderen Version liegt der Ursprung im niederdeutschen Begriff „schöpfen“, der als „Chopine“ ins Französische entlehnt und wieder rückentlehnt wurde. Im deutschsprachigem Raum ist „Schoppen“ ein sehr altes Flüssigkeitsmaß mit lokal unterschiedlichen Volumina.

Weiterführende Links zum Thema: