Castellare di Castellina

„Wie eine Art natürliches Amphitheater stellt sich das herrliche Gut des Verlegers Paolo Panerai dem Betrachter dar. Wir befinden uns in der Gemeinde Castellina, im Herzen des Chianti Classico, wo die Reben in einer Durschnittshöhe von über 350 Metern in einem Gemisch aus Kalkmergel und Letten mit geringem Tonanteil wachsen und von einer südöstlichen Ausrichtung profitieren. Mit Alessandro Cellai hat der Gutseigner einen erfahrenen Könner verpflichtet, unter dessen Regie im Weinberg wie im Keller, in dem auch das Barriquelager untergebracht ist, alles bestens läuft.“ – Gambero Rosso

Castellare di Castellina
Der wahre Schatz der kleinen Kirche San Niccolò inmitten der toskanischen Weinberge ist kein goldverzierter Altarschrein. Auch keine mittelalterliche Reliquie. Der eigentliche Schatz des Gotteshauses liegt tief unter dem Altar — denn hier unten lagern die herausragenden Weine von Castellare di Castellina. Die Schotterstraße windet sich in typisch toskanischen Kurven den Berg hinab. In der letzten Kurve muss noch einmal rangiert werden, dann breiten sich vor uns die Weinberge von Castellina in Chianti, im Herzen der Toskana, aus. Die Auffahrt zur Kirche San Niccolò schlägt eine zypressengesäumte Schneise durch die Reben — an ihrem Ende wartet die kleine Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Angrenzend das Wohnhaus von Paolo Panerai — ihm gehört die Kirche und auch die Kellerei Castellare di Castellina. Aus einer „passione per la zona del Chianti“ heraus, der Leidenschaft für das Chiantigebiet, erwirbt Paolo Panerai, Verleger aus Mailand, in den 60er Jahren eine kleine Kellerei in der Nähe von Castellina. Mit viel Akribie, Liebe zum Detail und natürlich einer gehörigen Portion Qualitäts- besessenheit entsteht daraus in den folgenden Jahren eine der Vorzeigekellereien der Toskana. Heute besteht Castellare aus vier Einzel-Kellereien: Caselle, Castellare, San Niccolò und Le Case.

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Castellare di Castellina bei www.gerardo.de

„Sie war die erste und renommierteste Kellerei im Gutsportfolio des italienischen Starjournalisten Paolo Panerai. 24 Hektar Weinberge in den oberen Lagen der Gemeinde stehen Castellare di Castellina im historischen Herzen des Chianti zur Verfügung, das gleichzeitig als Heimat der elegantesten und langlebigsten Sangiovese-Etiketten in der Zone gilt.“ – Gambero Rosso

Unter den häufig prämierten Weinen von Paolo Panerai befindet sich auch der Einzellagenwein „I Sodi di San Niccolò“ — genau diese Lage umgibt die kleine Kirche San Niccolò. Im Inneren der Kirche ist es kühl. Komplett restauriert erwartet sie ihre Besucher. Dominierende Farben sind blau und weiß, Barock-Dekor bedeckt Wände, Nischen und Altäre. Ganz hinten, gleich neben dem Hauptaltar, befindet sich eine kleine Holztür. Dahinter führt eine steile Treppe hinab in die Krypta. Unten angekommen, könnte die überraschung kaum größer sein. Dominiert in der Kirche und im angrenzenden Wohnhaus Jahrhunderte alte Geschichte, so hat hier die Moderne Einzug gehalten. Vergebens sucht man nach muffigen Mauern, verfallenen Särgen oder steinernen Inschriften. Stattdessen: ein Umlegen der Schalter und schon erstrahlt ein langer, in Beton gegossener Gang im unwirklich blauen Licht. Scheinwerfer erleuchten die Decke. über eine elliptische Rampe geht es in den eigentlichen Weinkeller. Kreisrund präsentiert er sich, die Barriquefässer stilvoll angeleuchtet — durch eine runde öffnung in der Decke fällt zudem Tageslicht. In diesem Ambiente, das Einzug in so manche Architekturzeitschrift hielt, reifen die großen Weine von Castellare.

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